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Die Hörbahn

Ohrmuschel (Auricula auris)

Die Form der Ohrmuschel mit ihren Tälern, Erhebungen und Rundungen sorgt dafür, dass der Schall gebündelt in den Gehörgang geleitet wird. Des Weiteren ist die Ohrmuschel unverzichtbar in Bezug auf ein funktionierendes Richtungshören.

Gehörgang (Meatus acousticus externus/ internus)

Der äußere Gehörgang ist von Knorpelmasse umhüllt und reicht etwa einen Zentimeter tief in den gesamten Gehörgang hinein. Die restlichen zwei Zentimeter des inneren Gehörganges werden knöchern umhüllt. Im knorpeligen Teil findet sich eine leichte bis starke Behaarung, die unseren Gehörgang vor Fremdkörper schützt.

Die Haut des Gehörganges ist verantwortlich für die Produktion des Cerumen (ugs. Ohrenschmalz), welches wichtige Funktionen übernimmt und daher nicht entfernt werden sollte. Einerseits sorgt das Cerumen für den Abtransport von Fremdkörpern, andererseits wirkt es antibakteriell und beugt somit Entzündungen im Gehörgang vor. Der Geruch des Cerumen hält zudem Insekten davon ab in den Gehörgang vorzudringen.

Eine weitere interessante Tatsache ist die Vorverstärkung um ca. 17dB um die 3000Hz-Frequenz herum. Ob dies evolutionsbedingt daher rührt, dass in frühgeschichtlicher Zeit Gefahren (knackendes Holz, raschelndes Laub) besser wahrgenommen werden konnten oder sich dadurch begründet, dass die Frequenzen um 2500Hz - 3000Hz prozentual gesehen den größten Anteil am Sprachverstehen haben ist nicht endgültig geklärt.

Begrenzt wird der Gehörgang durch das Trommelfell, das zugleich den Übergang zum Mittelohr darstellt.

Mittelohr (Auris media)

Mittelohr

Das Mittelohr ist ein Hohlraum an beiden Seiten des Schädels, kurz über den Kieferknochen. Es stellt mit Hilfe der winzigen Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) die Verbindung zwischen Trommelfell und Innenohr dar und hat durch die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) eine Verbindung zum Rachenraum. Diese Verbindung sorgt beim Kauen, Schlucken und Sprechen für ausgeglichene Luftdruckverhältnisse zwischen Außenwelt und Mittelohr, um dem Trommelfell optimale Schwingungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Gehörknöchelchen sind mit dem Trommelfell und dem Übergang ins flüssigkeitsgefüllte Innenohr (ovales Fenster) fest verwachsen und durch Bänder beweglich im Mittelohr aufghängt. Sie bilden ein Hebelsystem, das die vom Trommelfell aufgenommenen Schwingungen mechanisch an das Innenohr überträgt. Dort breiten sich die Schwingungen / Schallwellen im Innenohr aus und lösen den entsprechenden Reiz aus.

Fehlen Trommelfell und Gehörknöchelchen werden ca. 98% der gesamten Schallenergie am ovalen Fenster des Innenohres zurückgeworfen. Die Folge ist ein breitbandiger, mittel- bis hochgradiger Hörverlust. Der verlust an Energie passiert generell trifft Schall, von einem Medium kommend (Luft) auf einen anderes Medium (Flüssigkeit). Aufgrund dessen hat die Natur das Mittelohr und die akustisch-mechanische Schallweiterleitung konstruiert, um sämtliche Schwingungen in das Innenohr leiten zu können.

Innenohr (Auris interna)

Innenohr

Das Innenohr liegt beiderseits in einem Hohlraum des Felsenbeins im Schädel und ist vom härtesten Knochenmaterial des menschlichen Körpers umgeben. In diesen Hohlraum ist das Gleichgewichtsorgan und die daran anschließende Hörschnecke (Cochlea) eingebettet. Das Innenohr ist aufgebaut wie ein Schneckenhäuschen und besteht aus flüssigkeitsgefüllten Gängen, die vom Anfang bis in die Spitze reichen. Ausgerollt hätte die Hörschnecke eine Länge von ca. drei Zentimetern

Der wichtigste Bestandteil der Hörschnecke ist das Cortische Organ. Das Cortische Organ bildet die Schnittstelle zwischen der akustisch-mechanischen und elektro-chemischen Schall- bzw. Reizweiterleitung. Es beherbergt die äüßere und inneren Haarsinneszellen, die vom Schneckenanfang bis in die Schneckenspitze reichen. Am Anfang des Cortischen Organs befinden sich die Haarsinneszellen für hohe Frequenzen, am Ende die für die tiefsten, hörbaren Frequenzen. Ein gesundes, erwachsenes Ohr kann in der Regel Frequenzen zwischen 16Hz (sehr dunkel) und 16.000Hz (sehr hell) wahrnehmen.

Die vom Mittelohr an das Innohr transferierten Schwingungen lösen Druckschwankungen in den Gängen des Innenohres aus, welche wiederum das Cortische Organ und somit die Haarsinneszellen stimulieren. Je nach Frequenz löst diese Druckschwankung an einer bestimmten Stelle des Cortischen Organs einen Reiz aus. Hier spricht man von der sogenannten Bestfrequenz. An dieser Stelle wird nun über die Haarsinneszellen ein Reiz ausgelöst und über die angebundene Nervenbahn in das zentrale Nervensystem gegeben, wo sie letztlich die Hörrinde (Auditiver Cortex) erreicht.

Hörrinde (Auditiver Cortex)

Die Hörrinde ist ein Bereich der Großhirnrinde, in dem akustische Reize verarbeitet und bewusst gemacht werden. Hier endet die gesamte Hörbahn und es findet die komplexe Verarbeitung sämtlicher Schallereignisse statt. Hier werden die aus den Innenohr kommenden Reize zu Sprache, Musik, Tönen oder Geräuschen zusammengesetzt.

Gleichzeitig ergeben sich aufgrund von Laufzeit- und Lautstärkedifferenzen zwischen beiden Innenohren, aus welcher Richtung und Entfernung ein Schallereignis kommt. Ein geschädigtes Mittel- oder Innenohr sorgt unter anderem dafür, dass das Richtungshören nur noch eingeschränkt funktioniert. Eine gesunde Hörbahn ermöglicht es ein Schallereignis auf 3° genau zu lokalisieren.

Zusammenfassung

Es zeigt sich, dass unser eigentliches Hörorgan hauptsächlich zur Weiterleitung in die Großhirnrinde benötigt wird. Alle Impulse und Reize werden letztlich im Gehirn verarbeitet. Aus diesem Grund ist es wichtig eine Hörminderung frühzeitig zur versorgen, um einer sogenannten Hörentwöhnung vorzubeugen. Durch ein geschädigtes Mittel- und / oder Innenohr bekommt der Bereich der Hörrinde weniger Reize zugesprochen und verlernt mit der Zeit diese richtig zu verarbeiten. Dies kann dazu führen, dass nach jahrelanger, unversorgter Hörminderung eine Hörgeräteversorgung nicht zu dem gewünschten Erfolg führt. In diesen Fällen bedarf es nach getätigter Hörgeräteanpassung viel Geduld und unter Umständen eines umfangreichen Hörtrainings.

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